Initiative deutscher digitaler Bildungsanbieter reicht der Politik die Hand

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In der Initiative der deutschen digitalen Bildungsanbieter haben sich digitale Bildungsunternehmen zusammengeschlossen, um dem Bildungsverlust entgegenzuwirken. Nun reichen sie der Politik die Hand. (Quelle: Pixabay)

Die Initiative der deutschen digitalen Bildungsanbieter (iddb) will dem Bildungsverlust entgegenwirken. In einem offenen Brief an Bundesministerin Anja Karliczek und KMK-Generalsekretär Udo Michallik lädt sie noch im Mai 2021 zu einem runden Tisch ein. Auch wir von der IServ GmbH unterstützen diesen Zusammenschluss.

Bundeskabinett bringt Aufholpaket auf den Weg

Am heutigen Mittwoch will das Bundeskabinett ein Corona-Aufholpaket auf den Weg bringen, das lernschwache Schülerinnen und Schüler mit bis zu zwei Milliarden Euro finanziell unterstützen soll. Demzufolge leidet ein Viertel der Schülerinnen und Schüler vor allem aus bildungsfernen Haushalten unter wachsenden Lernrückständen. Seit Beginn der Corona-Pandemie hätten die Schülerinnen und Schüler laut einer ifo-Studie 400 bis 600 Unterrichtsstunden versäumt, da sie bis zu drei Stunden täglich weniger lernen als zuvor. In welcher Form die geplante finanzielle Unterstützung umgesetzt soll, ist dabei noch nicht bekannt.

In einem offenen Schreiben hat sich die Initiative der deutschen digitalen Bildungsanbieter deshalb nun direkt an Bundesministerin Anja Karliczek (CDU) und KMK-Generalsekretär Udo Michallik (CDU) gewandt und ihre Unterstützung bei der Umsetzung des Programms angeboten.

In dem Schreiben vom 30. April 2021 heißt es unter anderem: „Wir denken, dass ein Förderprogramm zur Lernhilfe so aufgebaut werden sollte, dass alle wichtigen Bereiche, synchrone, wie die klassische Nachhilfe ebenso wie persönliche Förderung/ sozialpädagogische Hilfe, als auch asynchrone Hilfen, wie Online-Lernhilfen für das Schließen von Wissenslücken in allen Fächern, abgedeckt sind.“

Einladung zum runden Tisch

Die Initiative der digitalen Bildungsanbieter wird getragen von einer wachsenden Zahl deutscher Unternehmen, die sich sowohl als junge Start-ups als auch als etablierte mittelständische Unternehmen und Vereine während der Corona-Krise und den damit verbundenen Schulschließungen hervorgetan haben. Auch die IServ GmbH gehört dazu.

Sie alle beweisen momentan, dass passgenaue und individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern auch während der aktuellen Krise möglich ist. Digitale Angebote werden in der Corona-Krise bereits von Schülerinnen und Schüler und den Lehrkräften genutzt und stoßen auf eine breite Akzeptanz. Die bereits bestehenden Online-Angebote können auch künftig miteinander kombiniert werden, um ein starkes Auffangnetz für Schüler(innen) und Lehrkräfte zu bieten. Das Potenzial ist dem folgend noch nicht erschöpft.

Eine Forderung der Initiative ist deshalb, dass Bildungsverantwortliche zu einem gemeinsamen runden Tisch mit digitalen Anbietern zusammenkommen. Dieser sollte möglichst noch im Mai stattfinden, um schnell und konkret handeln zu können. Zum anderen sollten Verantwortliche über die digitalen Lernangebote ergänzend zur stationären Nachhilfe informieren und sie in das Aufholpaket einbinden. Kommunen und Schulen haben damit die Möglichkeit, aus allen Angeboten das für sie Passende zu wählen – offline wie online und synchron wie asynchron.

Bund sieht Notwendigkeit digitalen Angebots

Es herrscht Konsens darüber, dass die Digitalisierung des deutschen Bildungssystems eine notwendige Entwicklung ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach deshalb gemeinsam mit Bildungsministerin Karliczek und der Bundesbeauftragten für Digitalisierung, Dorothee Bär vergangene Woche im Online-Dialog „Kulturwandel Digitales Lernen“ mit Lehrkräften, Gründer(innen) und Expert(innen) über ihre Best Practices in der digitalen Bildung.

Merkel betonte in diesem Zusammenhang, es sei wichtig, „dass sich der Mut fortsetzt, neue Wege zu gehen“. Zu erwarten ist, dass das Corona-Aufholpaket erst in einigen Monaten ankommen wird. Dabei wäre eine schnelle und unbürokratische Hilfe für Schülerinnen und Schüler schon jetzt möglich. Auch hier stehen die Unternehmen der Initiative für Gespräche mit der Politik bereit.